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Windenergie im Staatswald Hessen

Die Hessische Umweltministerin Lucia Puttrich hat einen Erlass zur Nutzung von Windenergieanlagen im Staatswald in Kraft gesetzt. Rund 80 Prozent der für die Windenergienutzung geeigneten Flächen in Hessen liegen im Wald. Hessen-Forst wird  die Errichtung von Windkraftanlagen im Wald durch Bereitstellung von geeigneten landeseigenen Staatswaldgrundstücken mit Nachdruck unterstützen. Dies wird in einem Erlass an den Landesbetrieb Hessen-Forst verankert. Mit rund 343.000 ha Staatswald besteht ein großes Potenzial, landeseigene Vorrangflächen an Vorhabensträger zur Verfügung zu stellen. Nach der Auswertung von Potenzialflächen sind etwa 127.000 ha Staatswald mit den höchsten Windgeschwindigkeiten belegt.

Die Ministerin besichtigte den Windpark „Schelder Wald“, der im Dezember 2011 in Betrieb genommen wurde. Die Planung der drei Anlagen zur Erweiterung des bestehenden Windparks an der Gemarkungsgrenze der Gemeinde Siegbach zur Stadt Dillenburg wurden konfliktfrei umgesetzt. Das Beispiel zeige, wie die Belange der Standortkommunen in Einklang mit den Interessen der betroffenen Grundstückseigentümer gebracht werden konnten und alle Beteiligten einen Vorteile daraus ziehen konnten. Der Windpark produziert Strom für ca. 10.000 Menschen.

Für den Hessischen Waldbesitzerverband ist die angemessene Berücksichtigung der Interessen privater und kommunaler Standortanbieter von großer Bedeutung.

Ministerin Puttrich kommt es darauf an  Planungsprozesse offen zu gestalten und für die Akzeptanz von Windkraftanlagen zu werben. Bedenken der Bevölkerung müsse man bereits in einem frühen Stadium begegnen. Der Landesbetrieb Hessen-Forst, auf dessen Fläche zwei Windkraftanlagen in Siegbach gebaut wurden, hat eine Konzeption für die von ihm betreuten Waldflächen erstellt. Diese sieht vor, Standorte vorurteilsfrei zu prüfen und eine ausgewogene Standortverteilung von einzelnen Anlagen bei unterschiedlicher Betroffenheit von Waldeigentumsflächen in Gemengelage anzustreben. Die beste Standorteignung und die gewünschte Bündelung mehrerer Anlagen habe Vorrang. Dies sei im Windpark „Schelder Wald“ vorbildhaft umgesetzt worden.

Veröffentlicht unter: Allgemein

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