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Kompromiss beim Waldgesetz

Mountainbiker müssen Rücksicht nehmen. Gefahren werden darf nur dort, wo gefahrloser Begegnungsverkehr möglich ist.

Der am 8. Oktober am Runden Tisch im Wiesbadener Umweltministerium ausgehandelte Kompromiss zum Betreten, Radfahren und Reiten im Wald ist eine gute Grundlage für das weitere Verfahren zur Gestaltung eines neuen Waldgesetzes. Der Waldbesitzerverband hatte sich für eine klare Mindestbreite von Waldwegen ausgesprochen, auf denen das Radfahren erlaubt ist. Die am Runden Tisch vereinbarte Empfehlung an den Gesetzgeber, das Radfahren nur auf  befestigten oder erdfesten Wegen zu erlauben, auf denen ein gefahrloser Begegnungsverkehr möglicht ist, gibt auch einen Hinweis auf die Breite der für das Radfahren geeigneten Wege. Auf steilen schmalen Pfaden, auf denen Fußgänger laufen dürfen, müssen Biker in Zukunft absteigen. Denn Fußgänger haben Vorrang und gegenseitige Rücksichtnahme im Wald ist selbstverständlich. Das Anlegen von Waldwegen ohne Zustimmung des Waldeigentümers und das Fahren abseits von Wegen ist untersagt.

Den genauen Wortlaut finden Sie hier.

Für die beteiligten Verbände besteht jetzt eine gute Möglichkeit, den Dialog zwischen den Waldeigentümern, Forstämtern und Sportlern  auch auf regionaler Ebene voranzubringen.  Das ist notwendig, denn auch die besten Rechtsgrundlagen nutzen nur dann etwas, wenn sie von den Betroffenen vor Ort gelebt und beachtet werden. Die am Runden Tisch beteiligten Verbände haben deshalb eine Arbeitsgruppe vereinbart, die Empfehlungen für das Verhalten beim Sport im Wald erarbeiten soll. Der Hessische Waldbesitzerverband hat die Arbeitsgruppe nach Friedrichsdorf eingeladen.  Das erste Treffen ist für Ende November angestrebt.

 

Veröffentlicht unter: Allgemein

3 Antworten zu "Kompromiss beim Waldgesetz"

  1. Victor Steinmann sagt:

    Diese Einigung scheint mir die Interessen der Radfahrer, i.e.S. Mountainbiker, nur unterdurchschnittlich zu repräsentieren und ein starkes Plädoyer für die Wanderer zu sein. Auch Radfahrer suchen ein unvergessliches Naturerlebnis und im Falle von Mountainbikern wird diese genau so wie bei Wanderern auf schmalen Pfaden und natürlich wirkenden Wegen gesucht. Wird die Befahrbarkeit nun an eine Mindestbreite der Wege gekoppelt, wird automatisch eine riesen Interessengruppe an dem Wald ausgeschlossen. Viel mehr sollte darauf hingearbeitet werden, in Zusammenwirken mit den entsprechenden Radfahr- und Wanderverbänden so wie den privaten und staatlichen forstlichen Vertretern des Waldes, ein flächiges Netzwerk an Radwegen zu erarbeiten, welche von Wanderern und Fahrradfahreren gleichzeitig benutzt werden können, ohne die Fahrradfahrer dabei auf allen Wegen die eine bestimmte mindestbreit neicht erreichen auszuschließen.

    1. Sehr geehrter Herr Steinmann, zunächst finde ich es gut, dass Sie sachlich bleiben und einen konstruktiven Vorschlag machen. Das war in der Debatte der letzten Monate bei vielen Diskussionsteilnehmern leider nicht immer so. Wenn man die Paragrafen im Entwurf des Waldgesetzes zum Betreten des Waldes, zur Ausweisung von Wegen und zum Sperren von Waldflächen durchließt, läuft es ganz genau auf Ihren Vorschlag hinaus. Der Odenwaldkreis hat es vorgemacht und ein Wegenetz für Mountainbikes ausgewiesen. Es geht genau um die flowtrails, die sich auch die DIMB wünscht. Dafür werden wir uns gemeinsam mit den Städten und Gemeinden einsetzen und bei unseren Mitgliedern dafür werben. Und wir freuen uns auf Vertreter der Mountainbiker, die daran auf lokaler Ebene konstruktiv mitwirken.

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  2. Karl Stock sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich habe in der Fachzeitung“Hessenbauer“ das Programm der Landwirtschaftswoche Südhessen gelesen.
    Ausrichter ist der Hess.Waldbesitzerverband.
    An der Veranstaltung für Nordhessen habe ich teilgenommen und war sichtlich enttäuscht über mangelnde Teilnahme.
    Wenn ich die beiden Programme vergleiche, brauche ich mich über die schlechte Beteiligung in Baunatal nicht zu wundern. Es gibt immer noch das sogenannte „Nord-Südgefälle“.
    Es ist eigentlich für uns als Verantwortlich, in der FBG Kassel, schade.
    Wir müssen selbst sehen wie wir zurecht kommen, aber etwas mehr Unterstützung wäre angebracht.
    Auch die letzten Ehrenamtlichen verlieren langsam die Lust.
    Bitte sehen dieses als Hinweis und ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Stock

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