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Breiter Konsens beim Sport im Wald

v.l.n.r. Karl-Christian Schelzke, HSGB, Umweltministerin Lucia Puttrich, Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann unterzeichnen die Vereinbarung Wald und Sport.

v.l.n.r. Karl-Christian Schelzke, HSGB, Umweltministerin Lucia Puttrich, Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann unterzeichnen die Vereinbarung Wald und Sport.

28 Verbände und Organisationen haben am 10. Juli in Hanau die „Vereinbarung Wald und Sport“ mit der Hessischen Umweltministerin, Lucia Puttrich unterzeichnet. Ziel sei es, die Erholung im Wald und die sportliche Betätigung der Menschen im Wald zu unterstützen, und dabei zu helfen, Konflikte zu vermeiden, so Puttrich. Im vergangenen Sommer hatten sich die Verbände am Runden Tisch auf Leitlinien für das Betreten im Wald geeinigt hatten, die Grundlage für die Formulierung der entsprechenden Regelungen im  Entwurf des Hessischen Waldgesetzes waren. Der Runde Tisch beschloss, weiter zu arbeiten und einen umfassenden Verhaltenskodex zu verabschieden, der für alle Waldbesucher gilt und von allen Verbänden getragen wird.

Download: vereinbarung_wald_und_sport

Mit der „Vereinbarung Wald und Sport“ ziehen die beteiligten

27 Verbände unterzeichenen die gemeinsame Vereinbarung

27 Verbände unterzeichenen die gemeinsame Vereinbarung

Verbände nicht nur einen Schlussstrich unter die im vergangenen Sommer emotional geführte Debatte über das Betreten des Waldes, besonders über das Radfahren und Reiten im Wald. „Mit der Vereinbarung sichern sich die unterzeichnenden Verbände und Organisationen gegenseitig zu, auch in Zukunft gemeinsam für naturverträgliches Verhalten der Waldbesucher einzutreten“, sagt Waldbesitzerpräsident von der Tann. Bei den Gesprächen an dem von Umweltministerin Puttrich einberufenen Runden Tisch ist immer wieder deutlich geworden, dass Konflikte sehr oft von Freizeitnutzern im Wald hervorgerufen werden, die sich nicht an Regeln halten wollen. „Wir brauchen die Allianz mit allen Sport- und Naturschutzverbänden, die uns helfen, den Menschen naturverträgliches Verhalten im Wald zu erklären und sie dazu anzuhalten, Rücksicht zu nehmen“, so von der Tann.

Das Betreten des Waldes ist in Deutschland so freizügig geregelt, wie in kaum einem anderen Land. Diese Freizügigkeit hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen glauben, der Wald gehöre allen und dürfe deshalb von jedem so genutzt werden, wie es ihm gefällt. Den Menschen sollte bewusst sein, dass der Wald in Hessen 60.000 privaten Waldeigentümern, über 400 waldbesitzenden Kommunen und dem Land gehört. Wer die Freiheit genießt, sich im Wald zu erholen, muss für sein Handeln auch Verantwortung übernehmen. Rücksichtnahme auf andere Waldbesucher, auf die Natur und die Interessen der Waldeigentümer sind daher Voraussetzung für eine naturverträgliche Freizeitnutzung des Waldes. Darüber sind sich alle unterzeichnenden Organisationen der gemeinsamen Vereinbarung „Wald und Sport“ als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit einig.

Von der Tann appelliert an die zuständigen Behörden, die Ausweisung spezieller Strecken für das Mountainbiken und Reiten aktiv zu unterstützen. „Es kann nicht sein, dass Kommunen, Waldeigentümer, Naturschutzverbände, Sportverbände und Jäger sich auf eine Streckenführung einigen, und Naturschutzbehörden dann ständig neue Bedenken aufhäufen“, so von der Tann. Wir  werden die „Schwarzen Schafe“, die immer noch quer durch den Wald ihre Strecken anlegen, nur davon abbringen können, ihren Sport illegal auszuüben wenn für sie legale Strecken angeboten werden.“

Veröffentlicht unter: Allgemein

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