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Im Herbst und Winter auf den Waldwegen bleiben

Der Hessische Waldbesitzerverband weist die Bevölkerung auf erhöhte Gefahren und Risiken beim Betreten des Waldes im Herbst hin. „Nach stürmischen Tagen hängen in den Baumkronen vor allem alter Laubbäume oft abgebrochene tote Äste, die jederzeit herabstürzen und zu lebensgefährlichen Verletzungen führen können,“ sagt Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann. Auch durch Sturm angeschobene Bäume können umfallen. Wo Bäume schräg stehen oder durch den Sturm umgerissen wurden und an benachbarten Bäumen hängen ist erhöhte Vorsicht geboten.

Holzeinschlag und Jagdsaison haben begonnen

„Im Herbst und Winter ist Erntezeit im Wald“, so von der Tann. Wo Holz gefällt wird, ist das Betreten des Waldes verboten. Durch Schilder wird auf Holzerntearbeiten hingewiesen.

Holzfällarbeiten sind sehr gefährlich! Hier müssen Waldbesucher umkehren.

Holzfällarbeiten sind sehr gefährlich! Hier müssen Waldbesucher umkehren.

Die betreffenden Waldflächen und Wege im Umfeld werden durch Flatterband gesperrt. Diese Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen des Betretens haben ihren Grund. Die Holzfäller und Maschinenführer müssen sehr umsichtig sein, um bei ihrer gefährlichen Arbeit Unfälle zu vermeiden. Doch überraschend hinter dem Gebüsch auftauchende oder auf gesperrten Wegen laufende Waldbesucher können unvorhersehbare und sehr gefährliche Situationen hervorrufen. Das gilt es zu vermeiden und deshalb appelliert der Waldbesitzerverband an die Waldbesucher, nicht weiterzugehen, wenn Wege gesperrt sind oder Motorsägenlärm und das Krachen umstürzender Bäume auf Holzfällerei hinweisen.

Auch der Jagdbetrieb verlangt mehr Rücksichtnahme und Vorsicht der Waldbesucher.

Das Betreten des Waldes bei Treibjagden durch Waldbesucher ist zwar erlaubt, sollte aber aus Rücksichtnahme und um Gefahren zu vermeiden unterbleiben.

Das Betreten des Waldes bei Treibjagden durch Waldbesucher ist zwar erlaubt, sollte aber aus Rücksichtnahme und um Gefahren zu vermeiden unterbleiben.

Mit dem Beginn der Jagdsaison werden oft großflächige gemeinschaftliche Jagden durchgeführt. Treibjagden werden bewusst auf großen Waldflächen mit vielen Jägern an einem Tag durchgeführt. So können die vorgegebenen Abschussquoten mit wenigen und dann erfolgreichen Jagden weitgehend erfüllt werden. Außerdem wird so das Wild in der übrigen Zeit möglichst wenig gestört.  Wo Treibjagden stattfinden, sollten Waldbesucher fern bleiben, um gefährliche Situationen zu vermeiden.

Auf den Wegen bleiben

Wenn im Herbst das Laub von den Bäumen gefallen ist und Kräuter und Gräser verwelkt sind, finden die Tiere im Wald nur wenig Deckung, um sich vor Störungen zurückzuziehen. Bei Schnee kann man weit durch die Wälder schauen und öfters flüchtende Wildtiere beobachten, die in ihren Tagesquartieren aufgescheucht wurden. Besonders im der Winterhalbjahr sollten Waldbesucher daher auf den Wegen bleiben. Junge und dichte Waldbestände dürfen nicht betreten werden – auch Pilzsucher sollen in den lichten Altholzbeständen bleiben. Waldbesucher auf den vorgegebenen Wegen sind für die Tiere berechenbar und vertreiben sie in der Regel nicht. Wenn zusätzlich zu den Waldbesuchern auf den festen Wegen auch noch Menschen quer durch die Wälder streifen, finden die Tiere keine Ruhe mehr.

Veröffentlicht unter: Allgemein

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