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Hinz bringt Waldbauern auf die Palme

60.000 Betroffene  sind tief enttäuscht von der Hessischen Umweltministerin

Sieben Wochen vor Inkrafttreten einer neuen Richtlinie werden die hessischen Waldbauern erstmals darüber informiert, dass sie ab Januar 2015 bis zu 1000 Prozent mehr an den Staat zahlen sollen. „Das Land Hessen nutzt damit seine Monopolstellung in der forstfachlichen Betreuung vor allem der Eigentümer kleiner Waldflächen aus und damit gerade gegenüber denjenigen hessischen Bürgerinnen und Bürgern, die  unsere wichtigsten Naherholungsgebiete pflegen und erhalten“, sagt Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann.

In einem offenen Brief wenden sich die Waldbauern an die Umweltministerin und fordern mehr Zeit zur Beratung, mehr Information, mehr Transparenz und Beteiligung bei der Erarbeitung neuer Grundlagen für die forstliche Betreuung ihrer Wälder durch das Land. Sie arbeiten zum Teil seit Jahrzehnten vertrauensvoll mit den staatlichen Forstbehörden zusammen und sehen sich jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt. In der kurzen Frist bleibt den Waldbauern keine Möglichkeit, für ihre Wälder und den Verkauf von geerntetem Holz andere Lösungen zu organisieren.

„Ich gehe davon aus, dass viele Waldbauern unter diesen Umständen im nächsten Jahr kein Holz ernten werden, um den hohen Kosten zu entgehen“, sagt Dietrich Kübler, Landrat im Odenwaldkreis und Sprecher der kleinen Waldbauern im Präsidium des Waldbesitzerverbandes. Die ohnehin angespannte Holzversorgung vor allem der Nadelholz- Sägeindustrie könnte sich dadurch womöglich noch verschärfen.

Veröffentlicht unter: Allgemein

2 Antworten zu "Hinz bringt Waldbauern auf die Palme"

  1. 00648 sagt:

    Diese weltfremde Ministerin der Grünen will am Privatwald mitverdienen.
    Gleichzeitig fällt ihr nichts ein, wie die Wohlfahrtsleistungen, die auch der Privatwald erbringt, honoriert werden können.
    Statt dessen verhindert sie durch die ihr nachgeordneten Jagdbehörden
    auch noch die rechtskonforme Regulierung der Schalenwildbestände und subventioniert indirekt die Jagdlobby zu Lasten des öffentlichen und
    privaten Waldes und des gesamten Waldökosystems.
    Wir Waldbesitzer werden die Beförsterungsverträge mit dem Land Hessen
    kündigen und den Waldbau vielleicht sogar besser als Hessenforst in die eigenen Hände nehmen.
    Als Jagdgenossen werden wir die rechtskonforme Regulierung des Schalenwildes zum Wohle des Waldes und des gesamten Waldökosystems gerichtlich durchsetzen müssen.

    Karl Müller
    Biologe und Waldbauer

    1. Helmut Michel sagt:

      Sehr geehrter Herr Müller
      Als Jagdgenosse und Waldbauer stehen wir im Interessenkonflikt zwischen Einamen der Jagdverpachtung
      und den Verbiss und Schälschäden im Wald. Anscheinend sind die Kurzsichtigkeit unserer Waldgenossen
      (Jagdpachteinnahmen) wichtiger, als die langfristige Entwicklung gesunder und stabiler Waldbestände zum
      Vorteil der nachfolgenden Generationen.
      Wie soll Politik per Gesetz oder Verordnung die notwendige Reduzierung der Wildbestände durchsetzen ,
      wenn die Unterstützung der Eigentümer vor Ort mangelhaft ist.
      Die Teilerfolge im Staatswald zeigen uns ,das die handelnden Personen vor Ort das Maas aller Dinge ist.
      Auch hier gilt, wie in Sachen Beförderungskosten ,Appell an alle zur Eigenverantwortung .
      Helmut Michel
      Waldbauer, Jagdgenosse ,u.s.w

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