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Waldbesitzer fordern Pakt für den Wald

Der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Michael Freiherr von der Tann, hat anlässlich der Landwirtschaftlichen Woche in Baunatal die Hessische Landesregierung aufgefordert, mit den privaten und kommunalen Waldeigentümern einen Pakt für den Wald abzuschließen. Darin sollten Leitlinien für eine umfassende und schlüssige Politik für den Wald, zur Förderung der Forst- und Holzwirtschaft sowie zur Integration des Naturschutzes und Klimaschutzes vereinbart werden.

„Wir bewirtschaften unsere Wälder nachhaltig und wollen sie an die nächste Generation weitergeben,“ sagt der Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann. „Wir wollen uns mit der Politik vertragen. Das geht aber nur, wenn sie auch auf unseren Rat und unsere Erfahrung hört. Wir wollen Partner sein und uns nicht ständig durch Vorschriften und gesetzliche Regelungen gängeln lassen,“ so von der Tann. Ein Pakt für den Wald könnte die Grundlage für ein gemeinsames Verständnis sein, das Nachhaltigkeit umfassend begreift und die Bedingungen für eine zukunftsfähige Politik für die Forstwirtschaft, die Holzwirtschaft sowie für eine dauerhafte Sicherung der vielfältigen Funktionen unserer Wälder beschreibt.

Seit der Übernahme der politischen Verantwortung für die Forstwirtschaft durch Bündnis 90/Die Grünen betreibt die Hessische Umweltministerin eine einseitige Politik für den Naturschutz im Wald. Nachhaltige Forstwirtschaft umfasst jedoch gleichermaßen ökonomische und soziale Kriterien. Der Waldbesitzerverband hält zudem einige Maßnahmen, die der Artenvielfalt im Wald dienen sollen für unschlüssig. Sie widersprechen zum Teil Klimaschutzzielen der Landesregierung.

Die Hessische Umweltministerin, Priska Hinz besteht darauf, 5 Prozent der Waldfläche einer natürlichen Entwicklung zu überlassen und hat die hessischen Waldbesitzer dazu aufgefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten. Langjährige wissenschaftliche Untersuchungen belegen jedoch, dass die Artenvielfalt in nachhaltig und naturnah bewirtschafteten Laubmischwäldern  höher ist als in ungenutzten Buchenwäldern. Nachhaltig bewirtschaftete, vorratsreiche Mischwälder leisten zugleich einen wesentlich größeren Beitrag zum Klimaschutz, als ungenutzte Wälder. Diese Widersprüche gilt es aufzulösen.

Holz als umweltfreundlicher Energieträger, Bau- und Werkstoff könne in vielen Bereichen energiefressende Materialien wie Stahl, Beton oder Kunststoff ersetzen und so zum Klimaschutz beitragen. Diese vielfach bewiesene Tatsache spricht für den Anbau wachstumsstarker Nadelbaumarten und eine intensivere Nutzung der heimischen Wälder. Die Bedingungen für die nachhaltige Holznutzung in Hessen sowie die Verwendung von Holz in verschiedenen Bereichen sind verbesserungswürdig und verbesserungsbedürftig.

Die privaten und kommunalen Waldeigentümer leisten durch die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder sehr viel für den Umwelt- und Naturschutz. Die Wälder sind 365 Tage im Jahr 24 Stunden für Erholungssuchende geöffnet, binden Kohlenstoff, produzieren Sauerstoff, bieten Hochwasserschutz und sauberes Grundwasser, sind Lärmschutz, Lebensraum und prägen das Landschaftsbild.

Veröffentlicht unter: Allgemein

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