30.01.2007 | Waldbesitzer erbitten Unterstützung für die Beseitigung der Sturmschäden im Wald
Der Hessische Waldbesitzerverband fordert die Hessische Landesregierung auf, vom Sturm „Kyrill“
schwer betroffene Privatforstbetriebe zu unterstützen. „Viele Waldbauernfamilien haben in einer
Nacht die Arbeit mehrerer Generationen verloren. Statt dauerhafter jährlicher Erträge aus dem Wald,
kommen jetzt sehr hohe finanzielle Belastungen auf die betroffenen Familien zu,“ schrieb
Waldbesitzerpräsident Michael Freiherr von der Tann dem Hessischen Forstminister, Wilhelm Dietzel. „
Die Aufräumarbeiten können von den Waldbauernfamilien nicht selbst geleistet werden. Hohe Kosten
für Unternehmereinsätze müssen kurzfristig vorfinanziert werden, ohne zu wissen, wann Geld für den
Verkauf des Holzes auf dem Konto eingeht.“ Stark betroffenen Betrieben fehlen in den nächsten 20
bis 30 Jahren Erträge aus dem Wald. Auch für manchen größeren Forstbetriebe übersteigen die
bevorstehenden finanziellen Belastungen die Leistungsfähigkeit.
Zu den Kosten für das Aufräumen der Flächen kommen hohe Kosten für Ferntransporte des Holzes
oder Lagerkosten. Schon bald müssen die Sturmflächen wieder aufgeforstet werden, womit die nächste
Kostenlawine auf betroffene Waldbauern zurollt. Auch bei kleinen Forstbetrieben können sehr schnell
fünfstellige Summen entstehen.
Der Waldbesitzerverband fordert die Landesregierung auf, die Waldbauern nicht mit den Folgen
dieser Naturkatastrophe allein zu lassen. „Hier ist schnelle, treffsichere und unbürokratische
Hilfe der Landesregierung gefordert,“ so von der Tann. Der Waldbesitzerverband hat dafür ein
Soforthilfeprogramm mit finanziellen Beihilfen für Unternehmereinsätze, Ferntransporte und
Nasslagerung vorgeschlagen.