02.02.2007 | Hessen Forst und Waldbesitzer arbeiten bei der Beseitigung der Sturmschäden gut zusammen

Das von Minister Dietzel angekündigte Soforthilfeprogramm wird dringend benötigt

Der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Michael Freiherr von der Tann, hat die gute Zusammenarbeit der Hessischen Forstämter und der Landesbetriebsleitung mit den privaten und kommunalen Waldbesitzern bei der Bewältigung der Sturmschäden im Wald hervorgehoben. „ Landesbetriebsleitung, Forstämter und Revierförstereien sind gut organisiert, um die Schäden im Wald durch den Orkan ‚Kyrill’ zu bewältigen,“ sagte von der Tann bei einer Pressekonferenz mit dem Hessischen Forstminister, Wilhem Dietzel in Willingen. „Die Kommunikation mit den betreuten Waldbauern und auch mit den Privatforstbetrieben mit eigener Verwaltung klappt sehr gut. Die Aufräumarbeiten im Wald laufen koordiniert und zügig an.“ Mit Blick auf die gestrige Aktuelle Stunde im Hessischen Landtag zu den Sturmfolgen und zum Landesbetrieb Hessen Forst appellierte von der Tann an die Parteien, die Folgen einer Naturkatastrophe nicht zum Anlass für erneute Debatten über die Organisationsstruktur der Hessischen Forstverwaltung zu machen.

Von der Tann dankte auch den Mitarbeitern der privaten und kommunalen Forstbetriebe mit eigenem Personal für ihren hohen Einsatz. „Vor uns steht ein Berg Arbeit. Dafür brauchen wir viel Kraft und gute Nerven. Für stark vom Sturm betroffene Betriebe geht es nicht nur darum, das Holz aufzuarbeiten und die Flächen zu räumen,“ so der Waldbesitzerpräsident. „Das Holz muss entweder sofort in die verarbeitenden Sägewerke transportiert werden, oder wir müssen es so konservieren, dass die Qualität über längere Zeit erhalten bleibt“. Für einige Forstbetriebe stehen Vermögenswerte in Millionenhöhe auf dem Spiel. Von der Tann appellierte an die Sägeindustrie, die durch eine Naturkatastrophe ausgelöste Notsituation stark betroffener Forstbetriebe nicht auszunutzen, sondern ein faires Preisniveau zu halten.

Die von Umweltminister Dietzel angekündigte finanzielle Unterstützung für betroffene Forstbetriebe sei jetzt richtig und dringend notwendig. Denn nur so könne erreicht werden, dass die Betriebe im Schwerpunktgebiet der Sturmschäden das Holz konservieren und nicht gezwungen werden, es sofort zu vermarkten. Aus seiner eigenen Berufserfahrung als Landwirt wisse Dietzel, dass die Folgen eines solchen Orkans schwer betroffene Betriebe schnell überfordern könne.

Damit das Hilfsprogramm die gewünschte Wirkung entfalten kann, muss es einfach und praxistauglich formuliert sein. Das Programm und die dahinter stehenden Finanzen sollten möglichst schnell zur Verfügung stehen. Denn wegen der drohenden Borkenkäfergefahr müsse das Holz in den nächsten 10 Wochen aus dem Wald geholt und gelagert werden.

 

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