25.08.2007 | Waldbesitzer fordern Unterstützung von Minister Dietzel

In Hessen wurden vom Sturm „Kyrill“ im Januar die Wälder von mehreren Tausend hessischen Waldbauern verwüstet. Die Sturmschäden bedeuten enorme wirtschaftliche Verluste, die durch das Steuerrecht noch verstärkt werden. Denn durch den Verkauf des Holzes entstehen ungeplante hohe Einnahmen, die normalerweise die wirtschaftliche Basis der nächsten 20 Jahre bilden würden. Jetzt droht die Einkommensteuerprogression Teile dieser außerordentlichen Einkünfte abzuschöpfen, obwohl die Waldbauern das Geld dringend für die Wiederherstellung ihrer Wälder, der Waldwege und zum Ausgleich der Ertragsverluste, in den nächsten 20 Jahren benötigen.

 

Der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverband es, Michael Freiherr von der Tann, fordert daher auf der Mitgliederversammlung des Verbands in Laubach die Unterstützung von Forstminister Dietzel ein. Denn von dem Votum der Forstminister der Bundesländer und des Bundeslandwirtschaftsministers hängt es ab, ob die Möglichkeiten des Forstschädenausgleichsgesetzes für die betroffenen Waldbauern Wirkung erlangen und damit auch steuerschützende Regeln in Kraft treten können. Einen entsprechenden Antrag hat der Forstminister von Nordrhein-Westfalen in den Bundesrat eingebracht. Bislang verweigert der Hessische Forstminister Dietzel, wie viele andere Länderkollegen, seine Zustimmung zu einer entsprechenden Verordnung nach dem Forstschädenausgleichsgesetz.

 

„Es ergibt keinen Sinn, einerseits millionenschwere Sonderförderprogramme für die Sturmopfer aufzulegen, wenn die ungewollte hohe Liquidität durch den Verkauf großer Mengen von Sturmholz vom Fiskus durch Einkommensteuerprogression abgeschöpft wird“, so von der Tann. „Die Betriebe brauchen jeden Euro, um die Schäden zu beseitigen“. Dietzel müsse den Weg frei machen für eine Verordnung nach dem Forstschädenausgleichsgesetz, fordert von der Tann.

 

 

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