05.12.2007 | Richtung stimmt – mehr Wettbewerb wagen

Im Gespräch mit dem Hessischen Ministerpräsidenten, Roland Koch, am 5. Dezember in Wiesbaden hat der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Michael Freiherr von der Tann, den Kurs der hessischen Forst- und Naturschutzpolitik gelobt. Das Prinzip „ Kooperation statt Konfrontation“ trage dazu bei, Konflikte zwischen Waldeigentümern und dem Naturschutz dauerhaft zu lösen. Auch mit der Neuordnung der staatlichen Forstverwaltung im Landesbetrieb Hessen Forst habe die Landesregierung die Weichen richtig gestellt. Seit langem erreiche die Holzproduktion im Staatswald wieder einmal schwarze Zahlen. In dieser Richtung müsse der Landesbetrieb weiterarbeiten.
 
Von der Tann hob den Antrag der Landesregierung im Bundesrat hervor, die FFH-Richtlinie und die Vogelschutz Richtlinie der Europäischen Union zu evaluieren und zu überarbeiten. „Die EU will Naturschutz und beschert uns Bürokratie,“ betonte von der Tann. „Statt mit geeigneten Mitteln bei den Grundstückseigentümern für mehr Akzeptanz im Naturschutz zu werben, bauen die EU-Naturschutzrichtlinien Widerstand bei den Betroffenen auf.“ Der Waldbesitzerpräsident forderte den Regierungschef auf, Bürokratieabbau und Kooperationsprinzip in den nachgeordneten Behörden noch stärker durchzusetzen. Der Vertragsnaturschutz im Wald sei auf gutem Weg und sollte jetzt konsequent auf der ganzen Fläche angeboten werden.
 
Bei staatlichen Dienstleistungen, wie sie von Hessen Forst oder der Hessischen Landgesellschaft angeboten werden, sollte die Landesregierung mehr Wettbewerb ermöglichen. „Wenn der Bürger die vom Staat angebotenen Serviceleistungen auch von privaten Anbietern bekommen kann, kommen durch Wettbewerb oft insgesamt bessere Lösungen dabei heraus. Die Bürger wollen auch von Behörden und öffentlichen Einrichtungen wie Kunden behandelt werden,“ sagte von der Tann. Es sei völlig normal, dass dieser Umdenkprozess in mehrstufigen Verwaltungen Zeit brauche und Veränderungen erst langsam angenommen werden.
 
Weihnachtsbaum aus dem Wald im Rheingau
Für vorweihnachtliche Stimmung am Eingang der Staatskanzlei sorgt eine acht Meter hohe Kolorado-Tanne aus den Wäldern im Rheingau. Sie wurde vom Waldbesitzerverband gestiftet und von dem Wiesbadener Weihnachtsbaumproduzenten, Hans-Peter Bender, aufgestellt.

 

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