Informationen für Waldbesitzer

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Sicherheit geht beim Aufarbeiten von Sturmholz vor

Erholungssuchende sollten den Wald derzeit meiden. Waldbesitzerpräsident appelliert an das Verständnis der Bevölkerung.

Der Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Michael Freiherr von der Tann, fordert Waldbesitzer und Waldarbeiter auf, beim Aufarbeiten von Sturmholz besonnen und äußerst vorsichtig zu sein. „Die Arbeit im Sturmholz ist nicht mit der normalen Holzernte zu vergleichen“, so von der Tann. „Hier lauern Gefahren, die sonst in der täglichen Waldarbeit so nicht auftreten“. Das Holz liegt oft in mehreren Etagen kreuz und quer übereinander und steht unter starker Spannung. Solche Baumstämme schleudern beim Abschneiden blitzartig hoch oder zur Seite und sind lebensgefährlich. Auch im Holzeinschlag geübte Waldbauern, die das Sturmholz in ihren Wäldern selbst aufarbeiten wollen, sollten vorher eine Kurzschulung zusammen mit dem betreuenden Forstamt absolvieren, damit sie die Gefahren verinnerlichen.

Der Orkan „Kyrill“ hat in der Nacht zum 19. Januar auch in den hessischen Wäldern zum Teil erhebliche Schäden angerichtet. Einzelne Regionen in Hessen sind besonders stark betroffen, andere hingegen kaum. Insgesamt wird in Hessen mit einem Sturmholzanfall von weniger als einem Jahreseinschlag gerechnet. Da Förster und Waldbesitzer erst nach und nach in den Wald kommen, um die Wege frei zu räumen, werden konsolidierte Zahlen erst zum Wochenende erwartet.

Aufräumarbeiten mit den Forstämtern koordinieren

Die Waldbauern und Waldarbeiter sollten niemals alleine und immer nur gemeinsam mit Schlepper und Seilwinden im Sturmholz arbeiten. Unter Spannung stehende Baumstämme müssen vor dem Abschneiden des Wurzeltellers und auch der Wurzelteller selbst mit der Seilwinde gesichert werden.

Der Waldbesitzerverband empfiehlt, die Windwürfe in der Reihenfolge der Dringlichkeit aufzuräumen. Auch hier hat Sicherheit erste Priorität. Deshalb sollten Straßen und Wege zuerst geräumt sowie angeschobene, gefährlich hängende Bäume, gefällt werden. Es ist sinnvoll, zuerst einzeln geworfene Fichten aufzuarbeiten, weil diese im Sommer vom Borkenkäferbefall bedroht sind und am ehesten unentdeckt bleiben. Möglichst vor dem Austrieb der Bäume sollten auch hochwertige Buchenstämme aufgearbeitet und vermarktet werden, damit das Holz seine gute Qualität behält.

Spaziergänger, Wanderer, Jogger und Reiter sollten den Wald meiden

Die vielen umgestürzten Bäume sind auch für Erholungssuchende und Freizeitsportler sehr gefährlich. In den Baumwipfeln hängen abgebrochene Äste, die auch noch Tage nach dem Sturm unverhofft zu Boden fallen können. Viele Wege sind durch umgestürzte Bäume versperrt. Solche Wege sollten für den Erholungsverkehr gesperrt bleiben, bis das Holz aufgearbeitet ist. Niemand sollte auf umgestürzten Bäumen herumklettern oder diese übersteigen. Auch in sogenannten Poltern aufgeschichtetes Holz ist für Waldbesucher tabu. Durch das anhaltend nasse Wetter sind Schäden an den Waldwegen durch Holzerntemaschinen unvermeidbar. Hierfür bitten Waldbesitzer und Forstleute um das Verständnis der Bevölkerung.

 

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