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Betreten des Waldes

Das Betreten des Waldes ist nach § 24 Abs. 1 Hessisches Forstgesetz zum Zwecke der Erholung erlaubt und geschieht stets auf eigene Gefahr. Das Reiten und Radfahren ist auf festen Wegen erlaubt.  Dem Waldbesitzer obliegt eine gewisse Verkehrssicherungspflicht. Vor allem dann, wenn er die Ausweisung von Wanderwegen, Downhillstrecken oder Erholungseinrichtungen duldet. Organisiserte Veranstaltung im Wald gehen über das Recht zum Betreten des Waldes zur Erholung hinaus und bedürfen der Erlaubnis des jeweiligen Waldeigentümers. Erkennbare Gefahren wie Totäste, kranke oder halb umgestürzte Bäume müssen da umgehend beseitigt werden, wo der Waldeigentümer organisierte Veranstaltungen oder das Aufstellen von Ruhebänken, Wanderer-Schutzhütten oder Kinderspielplätzen im Wald erlaubt.

Immer wieder sind Unfälle im Wald mit Sach- und Personenschäden Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen der Betroffenen mit den Waldeigentümern. Der Bundesgerichtshof hat in einem aktuellen Urteil die Haftung eines Waldeigentümers für Schäden ausgeschlossen, die infolge waldtypischer Gefahren entstanden waren . Mittels eines Haftungsübernahmevertrages kann der Waldbesitzer diese Verkehrssicherungspflicht jedoch auch dem Veranstalter übertragen, der ihn von jeglicher Haftung freistellt.

Der zunehmende Besucherdruck verlangt also nach praktikablen Lösungungsansätzen, damit der Wald ein sicherer Erholungsort bleiben kann und der Naturschutz wie auch der erwerbsorientierte Forstbetrieb nicht darunter leiden muss.

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